Rennen



Diverse Platzierungen 2016

10.2016

Bei den 24h von Nortorf gab es leider wieder ein Energieproblem. Auch der Ötztaler Radmarathon und das Mannschaftszeitfahren von Hamburg nach Berlin verliefen nur mittelmäßig.

Die kürzeren Lizenzrennen und Zeitfahren liefen hingegen sehr gut. Unter anderem reichte es für den Sieg der Gesamtwertung „Zeitfahrserie“ Tour de Flatz sowie für den dritten Platz bei der Landesmeisterschaft im Kriterium Sen II.


Platzierungen 2016:

15.10   6.Platz (ohne Velomobile) Mannschaftszeitfahren Hamburg-Berlin 280km

10.09   6.Platz Einzelzeitfahren Enge Sande

07.09   3.Platz Paarzeitfahren Schwesing

16.07   38.Platz von 179 AK 12, 24h Nortorf, Abbruch nach 500km

13.07   3.Platz Einzelzeitfahren Schwesing

10.07   3.Platz Landesmeisterschaften Kriterium SENII Flintbek

29.06   1.Platz Mannschaftszeitfahren Schwesing

26.06   2.Sprintprämien, Rundstreckenrennen Kiel Mettenhof

25.05   2.Platz Einzelzeitfahren Schwesing

21.05   5.Platz Kriterium SENII Flintbek

11.05   6.Platz Bergzeitfahren Langballig

23.04   8.Platz Kriterium SENII Flintbek



24h Nortorf 2015 als Einzelfahrer

Platz 4 von 200, Altersklasse Platz 2, 672 km, 2.000 hm, Ø 30 km/h

07.2015


Die 24h von Nortorf lagen nur 6 Wochen hinter dem 24h Rennen in Dänemark (Melfar24). Da Dänemark so gar nicht nach meinen Vorstellungen verlief, wollte ich in Nortorf noch einmal einen versuch starten.

Mein Ernährungskonzept aus gut 70% Flüssignahrung ging wie auch schon in Dänemark (Melfar24) und bei den 24h vom Nürburgring (Rad am Ring) wieder nicht auf. Deshalb musste ich in Nortorf bereits nach 7 Stunden mit übersäuertem Magen das Konzept über den Haufen werfen. Die nächsten 3 Stunden ließ der Magen nur Wasser zu. Das Ergebnis war ein kräftiger Energieverlust, der sich besonders auf dem Tacho zeigte. Nach etwa 10 Stunden päppelte meine Frau mich mit Brühe wieder auf.

Die ersten 600 Kilometer ging es mir auf dem Rennrad nicht sonderlich gut. Besonders der Magen wehrte sich gegen jedwede Energienahrung. Nach etwa 20h im Sattel hatte sich der Magen aber einigermaßen beruhigt. Ab diesem Zeitraum waren lediglich noch die üblichen Verdächtigen wie ein schmerzendes Gesäß und dicke Knie meine unliebsamen Begleiter.

Durch den Energieverlust in der Mitte der 24 Stunden, verlor ich die schnelleren Gruppen. So musste ich gut 300 Kilometer alleine gegen den Wind fahren. Tagsüber lagen die Temperaturen bei 20°C. Nachts wurde es mit 7°C recht kalt; das kostete zusätzlich einige Körner. Der Wind war tagsüber recht knackig, ließ aber wie gewohnt mit Sonnenuntergang nach.

-Bei jedem 24 Stunden Rennen finde ich den Sonnenaufgang absolut beeindruckend. Wenn Du Dich über Stunden durch die Nacht gequält hast, ist ein Sonnenaufgang bei wolkenlosem Himmel echt der Hammer.

Am Ende sind 672 Kilometer mit einem Schnitt von 30 Km/h herausgekommen. Mit dem 4. Platz (Altersklasse Platz 2) war ich nach allen Rückschlägen dann doch recht zufrieden.

Alles in allem ein schönes Event.



24h-Rennen am Nürburgring, Rad am Ring (RAR)

DNF, Abbruch nach 12 Stunden

07.2014


Bei RaR war alles anders. Ein 24h-Rennen mit 500 Höhenmetern pro Runde (26 km), keine Betreuung dabei, Ernährungsumstellung komplett auf Flüssignahrung.
Die Anreise am Vortag verlief problemlos; Startunterlagen abholen, Nudelparty und dann ab aufs Hotelzimmer zur Vorbereitung. Meine Frau hatte leider keine Zeit und konnte mich bei diesem Event nicht unterstützen. Ersatz war auf die Schnelle nicht zu finden; somit musste die Taktik umgestellt werden. Der Wagen durfte direkt an der Strecke geparkt werden. Es wurden 20 Trinkflaschen mit Wasser und Flüssignahrung vorbereitet. Es war geplant, jede zweite bis dritte Runde jeweils 2 Trinkflaschen zu wechseln um ausreichend Energie nachzufüllen.
Die ersten Runden liefen ausgezeichnet. Das Rennen wurde zwar etwas zu schnell angegangen, aber das kannte ich schon aus den 24h-Rennen der Vorjahre. Allerdings zog nach etwa 7 Stunden jemand den Stecker. Auf einmal bekam ich keinen Druck mehr aufs Pedal. Zudem wurde mir recht kalt. Ganz klar, ein Energieproblem. Aber auch eine kleine Pause, und das Zufüttern mit Energieriegeln brachte keine Besserung. Nach etwa 10 Stunden zog ich mich komplett um und fuhr mit Assos Winterjacke, dickem Merinounterhemd und einer warmen Winterhose weiter. Als nach insgesamt 12 Stunden keine Besserung eintrat und ich fror wie im tiefsten Winter legte ich mich kurz ins Auto. Nach Magenproblemen, die ich Euch hier ersparen möchte, kam ich 3 Stunden später zu der Erkenntnis, dass ich heute keinen Blumentopf mehr gewinnen würde. Mein erster Rennabbruch wegen Energiemangel? Ob es nun an der Flüssignahrung, der fehlenden Unterstützung, einem Magenproblem oder der anspruchsvollen Strecke lag, kann ich leider nicht sagen; Ausreden sind auf jeden Fall ausreichend vorhanden. Gelernt habe ich aus diesem Rennen einiges – vor allem: kein Langstreckenrennen mehr ohne meinen Glücksbringer, meine Frau.



24h-Rennen Bianchi Melfar24 2014 in Dänemark als Einzelfahrer

Platz 4 von 208, 745 km, 3.750 hm, Ø 31,3 km/h

06.2014


Nach 4 Teilnahmen bei den 24h von Nortorf (1x im 4er-Team, 3x als Einzelfahrer) war es Zeit für eine neue Herausforderung. Das 24h-Rennen Melfar24 in Middelfart ist in der Langstreckenszene eine bekannte Veranstaltung. Die Leistungsdichte ist recht hoch und es sind deutlich mehr Höhenmeter als bei den 24h von Nortorf zu bewältigen. Meine Frau war wie immer an meiner Seite. Ihr Erfahrungsschatz aus den letzten Jahren ist Gold wert.
Ein guter Freund (Hans-Jürgen Heinzmann) fuhr Melfar24 als RAAM-Qualifier mit. In dieser Wertungsgruppe ist kein Windschattenfahren erlaubt.
Die Strategie für mein Rennen war die gleiche wie im Vorjahr in Nortorf: die Spitzengruppe der Teamfahrer möglichst lange halten. Doch schon beim Start wurde klar, hier geht es etwas anders zur Sache. Die Tagesrunde hat eine Länge von etwa 56 km. Nach der ersten Runde hielt ich vor der Wechselzone etwa 5 Sekunden an, um von meiner Frau die 2 neuen Trinkflaschen für die kommende Runde entgegen zu nehmen. Danach sprintete ich dem Feld sofort wieder hinterher – keine Chance; die 5 Sekunden Standzeit rächten sich sofort. Die Teams wechselten und die neuen Fahrer machten Volldampf. Mit Gewalt versuchte ich, 20 Minuten lang an meiner Leistungsschwelle an die Spitzengruppe heranzufahren. Frustriert musste ich abbrechen. Ein schwedischer Einzelfahrer (Ulrik Stampe Bank) blieb fleißig in meinem Windschatten. Mit ihm fuhr ich die nächsten 300 km. Er hielt sich die meiste Zeit geschickt zurück und ließ mich die Arbeit leisten. Jan Jung (ein guter Freund aus Flensburg) besuchte uns an der Strecke zusammen mit seiner Freundin. Eine klasse Abwechslung; zudem schoss er ein Paar Bilder und sorgte für gute Laune.
Nach etwa 350 km auf der Tagesrunde wechselten wir gegen 20 Uhr auf die etwa 15 km lange beleuchtete Nachtrunde. Recht schnell wurden wir von einem schnellen Team überholt. Ulrik kam nach langer Zeit aus meinem Windschatten und sprintete an die Gruppe heran. Scheinbar hatte er sich im Windschatten ordentlich ausgeruht. Ich musste ihn und die Gruppe nach 2 Nachtrunden und einem viel zu schnellem Tempo ziehen lassen. Frustriert musste ich mich davon  in den nächsten 2 Runden wieder erholen. Nach nun gut 12 Stunden zeigte sich die Erfahrung meiner Frau. Als ich drauf und dran war aufzugeben, fand Sie die passenden Worte und motivierte mich, weiterzufahren. So trat ich die letzten 12 Stunden - immer noch in den Top 5 platziert - weiterhin fleißig in die Pedale.
Auf der Nachtrunde traf ich mehrmals Hans-Jürgen (unseren RAAM-Qualifier). Er spulte ununterbrochen seine Runden ab und fuhr komplett ohne Windschatten nur etwa eine Runde hinter mir – eine tolle Leistung.
Die letzten 3 Stunden regnete es durchgehend. Am Ende standen 745 km und 3.750 hm mit einem Schnitt von 31 km/h auf dem Tacho. Eine schöne warme Dusche, der 4. Platz und ein amtlicher Kreislaufzusammenbruch, der sich über etwa 3 Stunden hinzog, rundeten diese Veranstaltung ab. Meine Frau hat die ganzen 24 Stunden eine tolle Betreuung geleistet und musste sich auf der gesamten Rückfahrt meine Leiden anhören. Hans Jürgen belegte bei den RAAM- Fahrern mit über 700 km auch den 4. Platz und hat für diese Leistung gemeinsam mit der Unterstützung durch seine tolle Frau meinen Respekt.




24h Nortorf 2013 als Einzelfahrer

Platz 1 von 163, 756 km, 2.500 hm, Ø 33 km/h, Streckenrekord eingestellt

06.2013


Bei der Vorbereitung für das 24h-Rennen in Nortorf wurde 2013 fast nichts dem Zufall überlassen. Mit 163 Einzelfahrern und diversen 2er-Teams ging es an den Start. Unter anderem stand Topias Thomsen (ein guter Freund) mit im Startblock. Das Ziel war klar; möglichst lange die Spitzengruppe der 2er-Teams zu halten. Nach etwa 8 Stunden waren Topias und ich die einzigen Einzelfahrer in der etwa 15 Mann starken Spitzengruppe.
Das Durchschnittstempo lag nach über 500 km immer noch bei 36 km/h. Die Verpflegung und die liebevolle Unterstützung meiner Frau halfen mir durch diverse Tiefs im Rennen.
Da Topias und ich den drittplatzierten Einzelfahrer bereits überrundet hatten (eine Runde hat in Nortorf 28 km), entschlossen wir uns nach etwa 17 Stunden und 580 km die Spitzengruppe der Teams zu verlassen und uns alleine weiter durchzukämpfen. Ein paar Kilometer weiter löste sich jedoch die Kurbel von Topias und er musste das Rennen abbrechen.
Die nächsten 6 Stunden wurden sehr lang; zumal es in dieser Zeit durchgehend geregnet hat. Um es mit den Worten von Forrest Gump zu sagen: „Wir haben so ziemlich jeden Regen gehabt, den es gibt. Regen mit kleinen prasselnden Tropfen, richtig schönen dicken Tropfen, Regen, der von der Seite kam und manchmal sogar Regen, der von unten nach oben zu kommen schien. Und so ein Mist – es regnete sogar nachts“.
Zum Glück gab es immer mal wieder ein paar Teamfahrer, an die man sich hängen konnte. Das Durchhaltevermögen meiner Frau und die tolle Betreuung durch sie waren weiterhin absolut beeindruckend.
Nach 756 km, 23h und einem Schnitt von 33 km/h fuhr ich überglücklich als Sieger ins Ziel. Zudem wurde ein neuer Streckenrekord aufgestellt.
Nachdem ich das Fahrrad einem Freund in die Hand gedrückt hatte, machte mein Kreislauf schlapp und ich sackte für ein paar Minuten zusammen. Das Siegerpodest war dann höher als gedacht. Aber mit vereinten Kräften wurde auch diese letzte Hürde genommen.




24h Nortorf 2012 als Einzelfahrer

Platz 2 von 100, 728 km, 2.300 hm, Ø 31,5 km/h

06.2012


Mit einer super Vorbereitung und mit meiner Frau an meiner Seite standen wir im Juli mit etwa 100 Einzelstartern und noch mehr Teamfahrern am Start. Die ersten 220 km mit einem Schnitt von über 35 km/h zogen einem den letzten Zahn; die Teamfahrer machten ordentlich Druck. Nach etwa 400 km überrundete mich der Sieger der Einzelfahrer aus den letzten beiden Jahren (Erik Manke). Die nächsten 300 Kilometer fuhren wir zusammen. Die Betreuung meiner Frau war spitze. Nach jeder der 28 km langen Runde stand Sie für mich bereit, versorgte mich mit allem, was ich brauchte, und hatte immer die passenden Worte parat. Ohne solch eine Unterstützung ist es meiner Meinung nach übrigens nicht möglich, bei langen Rennen erfolgreich vorne mitzufahren. Die mentale Unterstützung zählt dabei mindestens genau so viel wie die Verpflegung. Auch die Besuche an der Strecke von Freunden und der Familie waren eine klasse Motivation. Die letzten 5 Stunden hat es dann leider nur noch geregnet.
Nach 728 km und 2.300 hm mit einem Durchschnitt von 31,5 km/h fuhr ich gemeinsam mit dem Sieger durch das Ziel. Erik erreichte 756 km. Meine 728 km brachten mir den zweiten Platz. Mit meiner Frau zusammen einer unserer ersten Erfolge bei einem Langstreckenrennen.




24h Nortorf 2011 als Einzelfahrer

Platz 13 von 80, 504 km, 1500 hm, Ø 28 km/h

06.2011


Nach einer vollen Saison mit den ersten Kurzstreckenrennen wie Giro Nortorf, Rund um Ascheffel, Velothon Berlin und ein paar weiteren Rennen fiel 2011 die Entscheidung für das 24h-Rennen in Nortorf als Einzelfahrer. Ein paar Strecken mit über 100 km hatte ich in den Beinen. Wie schlimm kann das schon werden…

Meine Frau betreute mich nach jeder 28 km langen Runde jeweils vor der Wechselzone. Die ersten 5 Stunden liefen recht gut. Danach meldeten sich vor allem die Knie und die Schultern. Eine erste Zwangspause wegen Knieschmerzen gab es nach 11 Stunden und etwa 350 km. Zwischendurch kamen einige Freunde und Leuz aus der Familie an die Strecke; das war eine klasse Abwechslung. Nach insgesamt 17 Stunden brach ich das Rennen wegen der Knieschmerzen ab. Mit 504 km war ich stolz wie Bolle und landete auf dem 13. von 47 Plätzen. Jetzt hatte mich das Langstreckenfieber fest im Griff.




Das erste 24h-Rennen, Nortorf 2010 im 4er-Team

Platz 6 von 17, 812 km, 2.700hm, Ø 33,8 km/h

06.2010


Nachdem ich im August 2009 mit dem Radeln angefangen hatte, überredete mich ein guter Freund, im Juni 2010 an einem 24h-Rennen im 4er-Team teilzunehmen. Nach gerade einmal 2.500 km Rennraderfahrung also die erste große Herausforderung. Das 24h-Rennen fand in Nortorf statt. Unser Team funktionierte einwandfrei. Wie vorauszusehen war, haben wir uns gleich in den ersten Stunden ordentlich aus den Schuhen gefahren. Und so wurden die 24 Stunden laaaang. An Schlaf war in der Nacht nicht zu denken. Als schwächstes unserer 4 Teammitglieder musste ich mich quälen, um unsere Platzierung wenigstens einigermaßen zu halten.

Ganz klar, so was tut man sich nicht wieder an.

Wir beendeten das Rennen mit 812 gefahrenen Kilometern glücklich auf dem 6. Platz von 17 4er-Teams.
Beeindruckend fand ich allerdings damals schon die Einzelfahrer. Tag und Nacht auf dem Rad zu sitzen; essen, trinken, umziehen für die Nacht – alles auf dem Rad. Dann zum Teil über 600 oder sogar 700 km innerhalb der 24 Stunden – unglaublich. Das waren schon harte Jungs. Wie ist so was möglich?